Pfffft … musicload

Was will uns musicload eigentlich mit den Protagonisten in ihren Werbespots sagen? „Pfffft. Jeder, der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, kann bei uns Musik downloaden.“ oder „Pfffft. Ich hab einen Tick und ich steh dazu mit der Unterstützung von musicload.“? Wie der aufmerksame Leser vielleicht am Sarkasmus gemerkt haben könnte, die Reklame von musicload zählt nicht zu meinen Favoriten. Ich war immer der Meinung, dass man sich mit Werbung identifizieren können sollte und jetzt das:

musicload T-OnlineSoll ich mich wirklich in diese „Otto Normals“ versetzen? Wie soll das funktionieren? Ich sage nicht nach jedem Wort „Pffffft.“ und „The Ramones“ kann ich ohne „L“ sagen. Und nein, ich geniere mich nicht, einer Freundin eine Pop- und Soul-CD im Laden zu kaufen, in dem mich andere Menschen dabei sehen könnten.

Nichtsdestotrotz wird fleißig Musik aus dem Netz geladen. Gruner + Jahr meint dazu

Jeder zehnte Deutsche lädt bereits Musik aus dem Internet herunter. Acht Millionen Verbraucher besitzen einen MP3-Player, sieben Millionen planen den Kauf eines solchen Gerätes. Jeder dritte Bundesbürger (21 Millionen) war schon Kunde einer kostenpflichtigen Musiksite oder kann sich vorstellen, demnächst ein solches Bezahlangebot in Anspruch zu nehmen.

Befragt wurden 2.000 Personen ab 14 Jahren.

Ob die Hamburger Agentur Kolle Rebbe zu diesem Erfolg beiträgt, bleibt leider im Verborgenen. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Anzahl der Downloads nicht mehr zurückgehen wird – auch ohne fördernde Reklame.

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