Werben mit dem guten Zweck.

Krombacher hat es vorgemacht und viele machen es nach. Man spendet einen Teil der Einnahmen der verkauften Produkte an einen guten Zweck. Krombacher schützt so zum Beispiel den Regenwald und hat auf diese Weise schon über 2 Millionen Euro gespendet.

Das noch relativ junge Unternehmen, die 11899 Auskunft Service GmbH, setzt nun auch auf dieses Prinzip. Auf der Webseite liest man den folgenden Unternehmensleitsatz:

Als neue Alternative wollen wir die Elf Acht Neun Neun gemeinsam mit ihren Nutzern zu Deutschlands bestem und vor allem hilfreichsten Auskunftsportal machen.

„Hilfreich“ ist hierbei zweideutig zu verstehen: Einerseits hilft man den Kunden bzw. Anrufern mit einer Auskunft, andererseits werden pro Anruf 9,9 Cent der Deutschen Krebshilfe zugeführt. Sozusagen „Gute Sache, gutes Gespräch!“, um wieder auf Krombacher zu kommen:

Schon im Jahr 2002 wurde Krombacher zum Vorwurf gemacht, mit dieser Werbung wettbewerbswidrig zu handeln. Durch die „gefühlsbetonte Botschaft“ verschaffe man sich gegenüber der Konkurrenz einen gewissen Vorteil, welcher gegen das UWG (Unlauterer Wettbewerbsgesetz) verstößt. Zum Glück hat das Oberlandesgericht aber festgestellt, dass „Koppelungsgeschäfte und gefühlsbetonte Werbung unter Einhaltung gewisser Vorschriften nicht grundsätzlich rechtswidrig“ sind.

Krombacher Regenwald ProjektSo hat man den Wettbewebern zum Trotz die Regenwald-Kampagne jedes Jahr fortgesetzt.
Seit 01. April 2006 helfen Günther Jauch, Rudi Völler (ja, der von dem es nur einen gibt) und Ottfried Fischer tatkräftig und mit Begeisterung den Verkauf zu fördern. Als Variation zu den vorherigen Kampagnen entscheidet nun der Verbraucher selbst, welche „gute Sache“ unterstützt werden soll. Die Spenden-Offensive läuft noch bis zum 09. Juli 2006 – endet also in 3 Tagen.

Dass das mit dem guten Zweck auch mal nicht funktionieren kann – oder nur einmal – zeigt die Marketingfirma „Pixel4help“ aus Köln: Zusammen mit der Organisation UNICEF hat man versucht, das Konzept der „MillionDollarHomepage“ nachzuahmen. Die derzeitige dafür eingerichtete Seite ist allerdings noch ziemlich leer – genau genommen gibt es nur einen, der ein paar Pixel gekauft hat. Tja, Innovation ist eben hier das Zauberwort – manchmal muss man einfach der erste sein. „me-too“ kann ja jeder.

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