Diskriminierung einer Hausfrau

Reckitt Benckiser hat mal wieder zugeschlagen: Ein neuer Werbespot für ein Produkt aus der AirWick-Reihe. „Duftspray“. Der Hype darum ging, wenn ich mich recht entsinne, mit Febreze aus dem Hause Procter & Gamble los. Gerüche werden mit diesen Sprays einfach eliminiert.
Wie gut oder schlecht das funktioniert möchte ich gar nicht genauer erörtern – mir geht es um etwas ganz anderes:

Der Werbespot – wie könnte es anders sein – hat mich zu diesem Blog-Eintrag quasi gezwungen. Man setzt bei diesem voll auf den Comic-Stil. Das bedeutet, dass die Protagonisten in diesem Spot nicht menschlich sind, sondern aus der Tierwelt stammen.

Interessanterweise ist die Hausfrau ein Affe und „ihre“ Kinder sind Stinktiere.
Ja, richtig gelesen: Eine geschminkte Äffin mit Schürze soll das Produkt dem Verbraucher – oder besser den Verbraucherinnen – näher bringen. Jetzt frage ich mich doch, welche Hausfrau (ist das eigentlich noch der politisch korrekte Terminus?) sich mit dieser Werbung angesprochen fühlen soll? Wie kommt man überhaupt auf so was? Ein Affe bzw. eine Äffin hat Stinktiere gezeugt und diese lümmeln auf einer Couch rum?
Vielleicht sollte man mal in Werbeagenturen eine PISA-Studie durchführen. Mein Vorschlag wäre, verstärkt das Fach Biologie abzufragen – das geht ja auf keine Kuhhaut!

Den Spot selbst konnte ich leider nicht im Netz finden – ich habe ihn mittlerweile aber schon öfter im Fernsehen laufen sehen. Die Chance ist also recht groß, dass auch der ein oder andere Leser hier etwas zu diesem doch sehr anmaßenden Vergleich zwischen Affe und Hausfrau schreiben kann. Rettet die Ehre der Mütter und Hausfrauen!

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