Synchron oder nicht synchron?

Ja, Werbung im Fernsehen, das kann richtig teuer werden. Das ist einer der wenigen Märkte, bei denen es noch Minutenpreise gibt. Was sag ich? Sekundenpreise! Aber man muss ja trotzdem alles in den 30 Sekunden unterbringen, damit der gemeine Endverbraucher auch gleich aufspringt von seiner bequemen Couch und in den Laden spurtet und kauft, kauft, kauft …

Da kann man von Glück reden, wenn man ein Produkt bewirbt, welches nicht nur in deutschen Supermärkten über den Preis-Scanner gezogen wird, sondern auch in Österreich und in der Schweiz. Oder sogar noch besser: in Holland, in Belgien und in Frankreich, in Italien und in Polen und am besten auch noch in Dänemark und in Tschechien und im Rest Europas.

Da gibt es nur ein Problem: Die Endverbraucher in den jeweiligen Ländern sprechen alle (meistens) eine andere Sprache. Das bedeutet eigentlich, dass man für jedes Land Schauspieler engagieren muss, ein Kamerateam, eine Werbeagentur und und und …

Oder man dreht den TV-Spot nur einmal, sucht sich dabei Protagonisten aus, die „europäisch“ aussehen und schon hat man ein paar Euro gespart – den Rest erledigt nämlich das Tonstudio, das den Text, der im Spot gesprochen wird, in die jeweilige Sprache adaptiert, das heißt synchronisiert.

MischpultNur blöd, wenn dann hinterher die Lippenbewegung nicht ganz zum Gesprochenen passt. So gesehen bei Domestos (Unilever) und ganz schlimm: Chupa Chups (CFP Brands). Übrigens wird so gut wie jeder Werbespot synchronisiert, auch wenn die Schauspieler beispielsweise deutsch sprechen, da auch die Stimme bei der Werbung eine entscheidende Rolle spielt. Zudem haben Werbeschauspieler oft keine Sprachausbildung.

Da kann man eigentlich nur noch hoffen, dass die Produkte nicht so „billig“ hergestellt werden, wie die dazugehörige Fernsehwerbung.

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