Premium für die Toilette

Wir hatten ja schon premium superpremium für den Gaumen. Dabei ging es um ein ganz besonders köstliches Bier. Aber man kann ja auch in ganz anderen Bereichen auf premium setzen. Wer sich also Premiumbier in den Kühlschrank stellt, der hängt sich bestimmt auch premium an den Toilettenpapierhalter im Badezimmer: Charmin Toilettenpapier ist in dieser Klasse ansässig. Das merkt man vorallem am Preis.

Jetzt gibt es aber einen Konflikt: Aufgrund der politischen Lage (ich sage nur: Unterschicht!) können sich die deutschen Verbraucher gar kein teures Toilettenpapier leisten. Das heißt, sie könnten sich es schon leisten, aber dann müssten sie den Gürtel enger schnallen, was weniger essen bedeutet und dann braucht man eigentlich auch weniger Klopapier – zumindest wenn man diesen Kreislauf zu Ende spinnt.

Was macht man als Hersteller wie Procter & Gamble nun, damit Charmin trotzdem gekauft wird? Man erklärt dem Verbraucher, dass er nicht den Gürtel enger schnallen muss, sondern man zeigt ihm, dass er am Papier sparen kann. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz braucht man nämlich bespielsweise nur 3 Blatt Charmin statt 6 Blatt „No-Name“-Papier. Toll. Wer das nicht glaubt, kann sich ja mal den aktuellen TV-Spot ansehen.

Unterstrichen wird die hervorragende Qualität auch noch von den Testern von der Stiftung Warentest. Vielleicht sollte man sich den Artikel in der „test“ einmal durchlesen. Wobei in diesem Fall das Testverfahren wohl interessanter sein dürfte.

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