Saulustig

MediaMarkt hat wieder ein neues Testimonial. Interessanterweise diesmal ganz die Handschrift von Jung von Matt: Tiere in der Werbung. Da stehen die Jungs drauf, hab ich mir beim Werbekongress 2004 mal sagen lassen, somit ist das vielleicht gar nicht mehr aktuell. In diesem Fall sind sie aber nicht verantwortlich für die Tiere, sondern die Agentur kempertrautmann. Die Webseite dieser Agentur ist leider sehr inhaltslos – ich hoffe, ich liege noch richtig damit, dass kempertrautman den Werbeetat von MediaMarkt hält.

Es ist ja so süß das kleine Schweinchen. Und frech. Und wie ich schonmal festgestellt habe, wird ein nichtmenschliches Testimonial oder eine computeranimierte Werbefigur nicht älter, sie sind immer verfügbar und auch immer gut drauf – und sie machen das, was die Computeranimateure bzw. der Regisseur wollen. Wahrscheinlich kosten sie auch längst nicht so viel, wie ein Oliver Pocher. Das Problem ist ja auch, je berühmter so eine Werbefigur wird, umso mehr kostet sie am Ende.

Saubillig und noch viel mehr gibt es nun also bei MediaMarkt. Das war schon immer der Weg, den man bei kempertrautmann beschritten hat. Zusätzlich zu „Ich bin doch nicht blöd!“ hat man noch einen zweiten sozusagen unabhängigen und zur Werbegeschichte passenden Claim erschaffen. Und das ist derzeit eben „Saubillig und noch viel mehr!“. Das ganze wird durch ein sprechendes Schweinchen noch unterstrichen.

In einem der Spots ist das Schweinchen auch noch so frech, dass es sich herausnimmt, einfach die Fresse den Mund zu halten und vorschlägt wieder „den Pocher“ anzustellen, wenn es vom Team – in dem Fall der Tontechniker – schief angeredet wird. Das führt wieder zurück auf die Eingangsidee: Vielleicht wurde es den Produzenten zu blöd (passt hier ja mal ganz gut), sich mit den menschlichen Werbefiguren abzugeben? Aber bei der MediaMarkt-Werbung weiß man ja nie. Es kann auch gut sein, dass nach Weihnachten oder sogar noch vor Weihnachten wieder ein bekanntes Gesicht als Testimonial herhält.

Für den Claim wurde übrigens das Lied „König von Deutschland“ von Rio Reiser adaptiert.

Was noch auffällt, ist die Stimme des Schweinchens. Gut, heutzutage ist es kein Problem mehr, berühmte Stimmen nachzuahmen – man denke nur an die Stimmen für Navigationssysteme im Auto. Erst letztens wurde ich da von Bruce Willis überrascht. Das Schweinchen klingt jedoch meiner Meinung nach genau wie Harald Schmidt. Passt eigentlich ziemlich gut.

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