Eine Geschichte, die nicht ganz aufgeht

Der aktuelle TV-Spot von Burger King handelt vom Xtra Long Cheeseburger. Das ist, für die, die ihn noch probiert haben, ein normaler Cheeseburger, also von den Zutaten her, allerdings sind es 3 Scheiben Rindfleisch zwischen einem länglichen Brötchen.

Das Drehbuch beinhaltet ungefähr folgendes: Zwei Protagonisten sitzen auf der Bank, der eine isst noch seinen extralangen Cheeseburger, während der andere schon fertig ist und das Papier, was beim FastFood-Lieferanten oft übrig bleibt in den Papierkorb werfen möchte. Dazu steht er von der Parkbank auf, läuft ein paar Schritte und just in diesem Moment, als er das Papier in den dafür vorgesehen Behälter werfen möchte, wird er von einem herannahenden Kometen erschlagen. Shit happens sozusagen. Die Stimme, die die Geschichte erzählt, möchte wohl sagen, dass der umweltbewußte Burgeresser wohl besser einen Xtra long Cheeseburger gegessen hätte. Dann wäre er wie sein Kompagnon noch nicht fertig mit dem Verzehr und würde den Aufschlag des Kometen von der Parkbank aus mitverfolgen können.

Wieder mal eine schön makabere Werbung ohne Sinn und Niveau. Was soll daran lustig sein? Ich meine, es ist schon ziemlich unwahrscheinlich, dass man von einem Kometen getroffen wird und dann auch noch deswegen, weil man nicht den Xtra long Cheeseburger bestellt hat, sondern vielleicht nur einen normalen Cheeseburger. Das kann die Stimme, die die Geschichte erzählt allerdings nicht als Grund nennen, denn dann würde man ja Werbung gegen sich selbst machen – Burger King dürfte es ja egal sein, ob man den Cheeseburger in der „Xtra long“-Version oder den normalen verkauft, es geht schliesslich um den Umsatz.

Da hätte man doch besser mal noch jemand an den Tisch gesetzt, der die Werbeidee reflektiert und nicht nach der Präsentation begeistert in die Hände klatscht.

Von Burger King hat man wahrlich schon bessere Werbung gesehen. Den Etat hält letzten Meldungen zufolge übrigens die Agentur Initiative Media.

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