Anders sehen

Man mag manchmal nicht glauben, was es alles für Fernsehwerbung gibt. Durch Zufall habe ich einen Werbespot aus Österreich entdeckt, der mal so richtig lustig ist, obwohl er mit einem ernsten Thema umgeht:
Eine Hilfsgemeinschaft für Blinde, die um Spenden bittet.

Wir sehen andersMit Notleidenden und Hilfsbedürftigen werben, mag beim Thema „Almosen“ ja noch funktionieren, aber wirklich neu ist die Idee nicht und man lockt auch keinem mehr damit hinterm Ofen hervor. Und schließlich will man ja genau das: Die Menschen, die sich die Werbung ansehen oder die auf das Thema aufmerksam werden, sollen am besten gleich ihr Portemonnaie Portmonee zücken und ein paar Groschen abdrücken. Oder einen Vertrag unterschreiben und monatlich automatisch spenden – alles schon erlebt.
Klar, Werbung in diesem Schau-her-wie-arm-wir-dran-sind-Format ist berechtigt. Am besten geht man so ernst wie möglich damit um – das wirkt auch noch seriös und man leiert vielleicht noch ein Scheinchen mehr aus der Brusttasche.

Mir macht allerdings die Werbung für die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen aus Österreich deutlich mehr Lust auf Spenden. Wozu Not zeigen und Rumheulen?
Lieber die Sache etwas lockerer angehen und auf diese Weise die „anderen“ Sinne ansprechen. Und so auch noch viel länger im Gedächtnis bleiben – positiv im Gedächtnis bleiben.

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