Couch-Shopping

Was der Buchversender Amazon schon vor einiger Zeit getan hat, wagt jetzt auch eBay mit eBay express. Im Grunde ist es der nächste logische Schritt gewesen. Denn wenn man sich das derzeitige Angebot von eBay einmal genauer ansieht, dann stellt man schnell fest, dass viele Artikel gar nicht mehr als Auktion angeboten werden und dass die meisten Artikel auch gar nicht gebraucht, sondern neu sind. Und wenn man dann doch mal einen Artikel findet, der als Auktion angeboten wird, dann muss man häufig tief in die Tasche greifen, weil irgendwelche Bieter bereits über dem Ladenpreis „feilschen“.

eBay expressZu eBay express gibt es auch einen TV-Spot, der vor allem zeigen soll, dass man bei eBay bequem von zu Hause aus einkaufen kann. Die Idee dazu stammt von der Agentur Springer & Jacoby. Man sieht im Werbespot zwar eine Einkaufshalle a la Karstadt, Galeria Kaufhof und Co., aber die Menschen, die dort einkaufen tragen beispielsweise nur ein Handtuch oder einen Bademantel, weil sie erst gerade aufgestanden sind. So soll verdeutlicht werden, dass man eigentlich zu Hause ist und jederzeit nach allen Dingen stöbern kann, die man sich in einer riesigen Einkaufshalle so vorstellen kann.

Was der Spot leider nicht verrät oder gar falsch darstellt ist, dass man die Artikel und Waren nicht anfassen kann. Das dürfte den meisten Kunden zwar egal sein, weil man heutzutage ja eher auf den Preis achtet, als auf die Qualität der Ware, aber spätestens, wenn der Postbote das Päkchen dann an der Tür abgibt und man zum ersten Mal die Ware wirklich in den Händen hält, stellt man fest, warum vielleicht doch besser das ein oder andere Teil vor Ort im Geschäft einkauft.

Übrigens hat Amazon.de dieses Jahr Rekordergebnisse gemeldet, was den Online-Handel betrifft. Einer Meldung bei der Fachzeitschrift w&v zufolge, wurden allein am 18. Dezember, also an einem einzigen Tag, über 600.000 Artikel bestellt. Umgerechnet sind das 7 Bestellungen pro Sekunde! Mal sehen, ob eBay express nächstes Jahr ähnliche Ergebnisse erzielen kann. Wahrscheinlich war das schon dieses Jahr geplant – deswegen auch der Start noch vor Weihnachten, aber da hat sicher die weniger vorhandene Bekanntheit dem Unternehmen entgegengewirkt.

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