Service heutzutage

Nach längerer Pause endlich wieder ein Lebenszeichen von mir. Wer diesen Blog ein wenig verfolgt hat, konnte vielleicht zwischen den Zeilen lesen, dass ich in Umzugschaos verwickelt war. So chaotisch war der Umzug dieses Mal zwar nicht, denn ich habe mich nicht lumpen lassen und einen Umzugsservice beauftragt, aber dennoch bleibt vieles andere auf der Strecke. So auch das Schreiben von Artikeln für Reklameblogger.

Der Grund dafür ist aber etwas schwerwiegender: Es fehlte nicht nur die Zeit, sondern ich war auch internetlos. Das ist schlimmer als man denkt. Zunächst dachte ich auch – ach, dann kommt der T-Com-Techniker halt nächste Woche und schaltet hier die Leitung um. Denkste. Man muss ja auch immer anwesend sein, wenn der kommt. Ich bin nämlich nicht direkt bei der T-Com, sondern bei Arcor.

Dazu kommt jetzt auch etwas, was mit Reklame bzw. PR zu tun hat: Sowohl die T-Com als auch Arcor wirbt ja mit der Service-Offensive. Zunächst war ich auch positiv überrascht, dass Arcor mich angerufen hat, um einen neuen Termin mit dem T-Com-Techniker zu verabreden. Das war es aber dann auch schon mit der „verbesserten Serviceleistung“. Es ist ja nicht der erste Umzug, den ich mit Arcor hinter mich gebracht habe. Ich bin schon seit gut fünf Jahren Kunde des Telekommunikationsanbieters und mit den Leistungen zufrieden. Der Service, gerade was den Umzug betrifft, hat sich aber in all den Jahren keinen Deut gebessert.

Man muss zwischen 8:00 Uhr und 16:00 Uhr auf den T-Com-Techniker warten, wenn die Leitung umgeschaltet werden soll. Das heißt im Normalfall, ein Tag Urlaub nehmen. Wenn der Techniker dann allerdings nicht kommt – aus welchen Gründen auch immer – muss man schon einen zweiten Urlaubstag opfern, denn eine genauere Zeitangabe als diese, gibt es nicht.
Es ist auch nicht möglich, am Anschlusstag vom Techniker angerufen zu werden, dass man innerhalb der nächsten halben Stunde bitte die Tür öffnet – ein Telefonnummernaustausch zwischen Arcor und T-Com findet nicht statt.

Ich weiß nicht, wem man hier den schwarzen Peter zuschieben muss, aber im Sinne des Kunden ist es jedenfalls nicht. Ich weiß von Freunden, dass die T-Com sehr wohl vorher telefonisch bekannt gibt, wann sie im Anmarsch ist, vorausgesetzt, man hat auch einen Telefon-/DSL-Anschluss direkt bei der T-Com.

In meinen Augen ist das fast schon ein Fall für die Verbraucherzentrale, denn letztendlich ist hier ja der Verbraucher der Dumme. Dass der T-Com-Techniker umsonst zu einem nach Hause fährt, weil man nicht vor Ort ist, scheint dem rosa Riesen ja egal zu sein. Man ist sich anscheinend einfach zu fein, weitere Daten des „Konkurrenz-Kunden“ zu erfragen und so Zeit- und Fahrtkosten zu sparen.

Sei’s drum. Internet und Telefon gehen wieder.

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