Selbst an der Preisschraube drehen

Gimahhot - Sie bestimmen den PreisEigentlich hat man ja im Marketing nur zwei Herangehensweisen, den Preis zu bestimmen. Entweder, man rechnet nach, was man bei der Herstellung eines Produkts alles an Kosten hat, also Fixkosten und variable Kosten aufsummiert und noch eine kleine Gewinnspanne berücksichtigt und erhält so einen Preis, den der Kunde einfach akzeptieren muss oder, und das ist die zweite Variante, man errechnet einen „Target-Preis“. Dabei wird sozusagen der Markt befragt, was er bereit ist zu zahlen und das kostet das Produkt dann auch. Natürlich muss man auch hier darauf achten, dass man seine Kosten deckt. Der Target-Preis entsteht auch in Abhängigkeit der eigenen Marke, des Bekanntheitsgrades und des Firmen-Image. Apple dürfte so ein Beispiel sein, wo man mit der Variante Target-Pricing gute Gewinne erzielen kann. Die Produkte sind deutlich teurer als die Herstellung, aber der Kunde zahlt es trotzdem.

So viel zum theoretischen Teil. Und nun zum Praktischen: Gimahhot. Dabei handelt es sich um eine Auktionsplattform für Produkte aller Art, bei der potentielle Käufer entweder ganz einfach ein Produkt zum vorgegebenen Preis kaufen können oder sie geben einen Preis an, den sie bereit sind zu zahlen. Darauf kann dann der Verkäufer reagieren und entweder annehmen oder ablehnen. Einigt man sich, kann es auch vorkommen, dass man ein Produkt deutlich unter der Preisempfehlung des Herstellers erwerben kann.

Der Begriff „Gimahhot“ ist übrigens kein Fantasie-Name, wie man vermuten könnte, sondern stammt aus dem Althochdeutschen des 8. Jahrhunderts. Er bedeutet so viel wie „gemacht“ und wurde als Zeichen des perfekten Handels zusätzlich zum Handschalg ausgesprochen.

2 Kommentare


  1. Target Costing wird viel zuwenig betrieben, leider. Aber die andere Preisbestimmung ist einfacher, aber nicht unbedingt besser.
    Was allerdings diese Plattform mit wirklichem „Target Costing“ zu tun hat, erschliesst sich mir noch nicht.
    Das ist doch nur eine vielleicht etwas andere Art einer Verkaufsplattform.


  2. Gimahhot ist keine „vielleicht etwas andere Art einer Verkaufsplattform“ sondern die weltweit erste B2C-Ecommerce-Plattform, die das Prinzip der Börse nutzt.
    Unsere Preisbildung basiert auf dem seit Jahrhunderten bekannten aber im B2C-Netz bisher weltweit nicht angewandten Konzept der Börse: Käufer geben Gebote ab, zu denen sie bereit wären, zu kaufen und Verkäufer geben Angebote ab, zu denen sie bereit wären, zu verkaufen.
    Wenn sich beide treffen, findet ein Handel statt. Ganz einfach und doch ganz neu in diesem Bereich.

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