Meine Kirsche

Nun ist es wieder soweit: Der Sommer ist zu Ende, die Tage werden kürzer, das Klima wird immer kälter – da setzt man sich abends gerne mal mit einem Glas Rotwein vor den Kamin und liest vielleicht ein gutes Buch.

Geht es nach dem Unternehmen Ferrero, dann müsste man im obigen Idyll aber das Glas Rotwein durch die „beliebteste Kirsche der Welt“ ersetzen: Mon Cheri – die Piemont-Kirsche.

Mon CheriAuf der Webseite sind übrigens die Spots aus vergangenen Zeiten zu sehen. Aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Am lustigsten ist rückblickend die Werbung aus den 70ern. Natürlich wollte man die Süßigkeit mit einem interessanten Ereignis verbinden. Sozusagen eine Art Synergieeffekt nutzen. In den 70er Jahren ist in sportlicher Hinsicht ja auch einiges passiert: Zum Beispiel die Fußballweltmeisterschaft 1974 in Deutschland. Da lag es also nahe, auch in der Mon Cheri Werbung über Fußball zu sprechen. „Birgit“, die brave Hausfrau, bereitet für ihren Mann eine Schüssel mit Mon Cheri vor, und, wie könnte es anders sein, für den Fußball-Abend mit seinen Freunden. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Natürlich protestiert Mr. Fußball mit den Worten, dass man ja eher Bier trinken würde. Am Ende ist aber nur noch eine Piemont-Kirsche übrig, denn es handelt sich ja nicht um „irgendwas zum Naschen“. Ich kann nur sagen: Köstlich – im beiderlei Hinsicht.

Heutzutage wird anscheinend das Thema „Nostalgie“ aufgeriffen. Im aktuellen Spot sieht man zunächst zwei Jungen, die ein Kirschkerne-Weitspucken veranstalten. Dann, etliche Jahre später, sieht man eben diese beiden Brüder, um einiges gealtert, die gemeinsam Mon Cheri essen und sich um die letzte verpackte Kirsche streiten. Die bekommt dann übrigens der Ältere von beiden, weil er schon immer der Hübschere gewesen ist. Auch charmant, aber Birgit fand ich um einiges amüsanter.

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