1 + 1 = 3 oder so…

Im noch aktuellen Spot von 1&1 berichtet uns Marcel D’Avis von einer DSL-Kunden-Umfrage aus dem Jahr 2010, welche Bedürfnisse – sprich Wünsche – bei einem DSL-Anschluss im Vordergrund stehen.

Das Umfrageergebnis steht praktischerweise auf einem Flipchart und Herr D’Avis kommt zu guter letzt darauf, dass schnelles DSL zum günstigen Preis von 99% der befragten Kunden gefordert wird. Interessantes Ergebnis denkt sich der geneigte Zuschauer, zumal die vorangegangen Punkte meiner Meinung nach einen viel höheren Anteil haben müssten:

  • Keine Vertragslaufzeit wollen 35%
  • Große Tarifauswahl 56%
  • Kostenlose Hotline 78%

Gerade der erste Punkt mit nur 35% scheint mir etwas wenig bemessen – bei anderen Anbietern ist das ja häufig der USP und ein Hauptgrund, dorthin zu wechseln. Die große Tarifauswahl hingegen dürfte den meisten Kunden doch eher überflüssig erscheinen, da man sich in den meisten Fällen für Flatrates – egal ob DSL oder Telefon – entscheidet. Der letzte Punkt wiederum, könnte stimmen – wobei man dort doch eher die 99% erwarten würde.

Was mich dann nochmal zum Gewinner der Umfrage kommen lässt: 99% wollen schnelles Internet zum günstigen Preis! Da fragt man sich dann schon, wie die Frage bei diesem Punkt lautete?

  • a) Wollen Sie schnelles Internet zum günstigen Preis?
  • b) Wollen Sie langsames Internet zum teuren Preis?
  • c) weiß nicht

Oder wie muss man sich das vorstellen? Andererseits dürfte genau diese Leistung eigentlich selbstverständlich sein. Aber das kam ja auch schon öfter vor, dass Dienstleister mit Selbstverständlichkeiten werben, um sich überhaupt noch vom Wettbewerb abzugrenzen. Gerade bei Produkten, die in unserer Gesellschaft zur Grundversorgung zählen (Strom, Telefon/Internet, Benzin), ist ein echter USP (Unique Selling Proposition) schwierig.

3 Kommentare


  1. Interessanter Beitrag. Ich bin mit meinem DHL anbiete zufrieden. Zu 1und1 würde ich aber nicht gehen, der Typ ist mir ehrlich gesagt auch unsympatisch.


  2. Mittlerweile haben Sie einen neuen Spot, bei dem Hr. Davies sich an seinen Schreibtisch setzt, wo lediglich ein Laptop steht. Das soll wohl den Eindruck vermitteln, dass es als „Ober-Kunderservicer“ bei 1&1 nicht viel zu tun gibt, weil das Produkt so gut ist.
    Besonders kreativ ist der Spot nicht, aber er erfüllt seinen Zweck und das ist die Hauptsache.


  3. ganz ehrlich , ich habe schon viel zu viel schlechtes über 1&1 gehört und das ist einfach ne geschickte masche um die glaubwürdigkeit dieses unternehmens wieder zu richten , aber ich für meinen teil werde mich nie für diesen anbieter begeistern können

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