Interaktive Werbung
01.10.2006Interaktives Fernsehen. Schon seit über zehn Jahren geistert dieser Begriff durch die Medienwelt. Das ist so der letzte Schritt, den die Medien-Mogule gehen müssen, um den Zuschauer vollständig in ihren Bann zu ziehen. So hoffen zumindest die Fernsehanstalten.
Wirklich durchgesetzt hat es sich bisher aber meiner Meinung nach nicht. Ich hätte ehrlichgesagt auch keine Lust, mich auch noch vor dem heimischen Fernseher auf der bequemen Couch aktiv zu engagieren. Das Fernsehen soll mich einfach nur berieseln.
Es stimmt schon, man würde schon mal gerne eine virtuelle Tomate in das Gesicht des ein oder anderen Moderators werfen oder dem Kommentator beim Fußballspiel mal so richtig die Meinung geigen. Bisher hat es aber auch ganz gut ohne geklappt. » mehr
“Superpremiumbier”, das ist mal ein Superlativ. Der kann nur aus der Feder eines Marketers stammen. Da hat sich wohl jemand überlegt, wie man eine Produktdifferenzierung hinbekommt, ohne wirklich was am Produkt zu verbessern. Das hat ja auch eine große Auswirkung: Man kann einen höheren Preis verlangen, man muss sich nicht auf eine Ebene mit den ganzen anderen Produkten am Markt herablassen – man schafft sich einfach ein neues Marktsegment, man muss keine Angst vor Vergleichen haben, denn man spielt in einer anderen Liga. Man kann sogar wählen, mit wem man in Zusammenhang gebracht werden will – nicht jeder Dahergelaufene darf das Produkt anbieten. Nur wer selbst premium, ja sogar superpremium ist, darf sich das Produkt in die Regale stellen und sich damit brüsten.


